Geschichte vom Graf Eberhard im Barte

Der Name Graf Eberhard ist mit der Geschichte Urachs untrennbar verbunden: Eberhard V. hat aus dem unscheinbaren württembergischen Landstädtchen eine hübsche Residenz gemacht und damit das Stadtbild Urachs bis in unsere Tage bestimmt. Die Württemberger haben den bärtigen Grafen über die Jahrhunderte hinweg in Ehren gehalten. Besonders lebendig ist sein Andenken in Urach.

Als Eberhard kurz vor Weihnachten 1445 im Uracher Stadtschloss geboren wurde, war Urach gerade erst zwei Jahre lang südwürttembergische Residenz Die Brüder Ludwig I. und Ulrich V. von Württemberg hatten die Grafschaft im Nürtinger Vertrag vom 25. Januar 1442 geteilt. Ulrich blieb in Stuttgart und Ludwig übersiedelte nach Urach. Er ließ Wald vor der Stadt roden, um seine Landeshauptstadt zu erweitern und begann unverzüglich mit der Instandsetzung der Festung Hohenurach. Neben dem Wasserschloss im Tal ließ er ein neues Schloss bauen, in dem die Grafen von Urach-Württemberg hinfort residieren sollten.

Graf Ludwig und seine Frau Mechthilde von der Pfalz mögen viel Freude aber auch manchen Verdruss mit ihrem Sohne Eberhard gehabt haben, von dem überliefert ist, dass er Turnierspiele und Jagden liebte und einem Abenteuer mit schönen Frauen niemals abgeneigt war. Seine Zeitgenossen melden ohne Umschweife, er sei ein junger Mann „wollüstig und vergnügungssüchtig“ gewesen. Eine Pilgerfahrt ins Heilige Land verwandelte den schwäbischen Ritter. Als besonnener Mann kehrte er zurück mit dem festen Vorsatz, seinem Kaiser ein getreuer Gefolgsmann und seinem Lande ein guter Vater zu sein. „Attempto“ (Ich wag‘s) war hinfort sein Wahlspruch und die Königspalme aus dem Heiligen Land ein Symbol zur Erinnerung an seine Pilgerfahrt.

In Urach feierte Eberhard am 4. Juli 1474 seine Hochzeit mit der achtzehnjährigen Prinzessin Barbara Gonzaga von Mantua. 13000 Gäste waren dabei – man kann sich heute ein so prächtiges Fest kaum mehr vorstellen: Drei Tage lang floss Wein aus einem Brunnen im Schlosshof. Der prächtige Hochzeitssaal im Stadtschloss ist zwar noch da und im Schlosshof steht ein italienischer Brunnen, aber es ist nicht der sagenhafte Weinbrunnen Eberhards, leider.

Eberhard verstand es, den hervorragenden Rang der württembergischen Grafen im Kreis der deutschen Fürsten noch weiter zu verbessern. Der Graf aus Urach wurde Ratgeber und persönlicher Freund des Kaisers, des Habsburgers Maximilian I. Oberstes Ziel seiner Politik war für Graf Eberhard die Wiedervereinigung von Württemberg, die er 1482 im Münsinger Vertrag zustande brachte. 1477 gründete Eberhard in Tübingen die heutige Landesuniversität als Hohe Schule für einen gebildeten württembergischen Klerus.

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